Lebensberatung - Altmann Norbert

Urvertrauen und Ego (= Mangel an Urvertrauen)

Die Trübung des Urvertrauens ist ein Grundfaktor für die Entwicklung des Egos, weil die Perspektive des Egos in völligem Gegensatz zum Gefühl des Urvertrauen steht. Die Perspektive des Egos entsteht, weil es an Vertrauen mangelt. Sie basiert auf Misstrauen, Paranoia, Angst und der Überzeugung, dass nicht ausreichend für uns gesorgt werden wird und dass das Universum nicht da ist, um uns zu halten und zu versorgen, wie wir es brauchen. Diese Überzeugung führt zu dem Glauben, dass man alle möglichen Manipulationen und Spiele veranstalten muss, um seine Bedürfnisse befriedigt zu bekommen und die Dinge zum Guten wenden.

Das Urvertrauen verleiht die Fähigkeit und die Bereitschaft, alle Bilder, Identifikationen, Strukturen, Überzeugungen, Vorstellungen und Konzepte, aufzugeben - die Überbleibsel der Vergangenheit, aus denen sich das Ego zusammensetzt. Das Ego-Ich ist eine psychische Struktur, die auf kristallisierten Überzeugungen besteht, wer wir sind und was die Welt ist. Wir erfahren uns selbst und die Welt durch den Filter dieser Struktur. Urvertrauen ermöglicht, diese Ich-Identität mit samt dem Filter loszulassen.

Mangel an Urvertrauen äußert sich in allen Unsicherheiten des Egos. Da die Ich- Strukturen und Aktivitäten des Egos mit dem Gefühl mangelnden Vertrauens verbunden sind, richtet sich die Hauptaufmerksamkeit der Persönlichkeit auf diesen Mangel, auf Angst, Sorge und darauf, zu planen und den wahrgenommenen Mangel an Unterstützung zu kompensieren. Ohne Urvertrauen ist man vor lauter Angst, zu versagen und abgelehnt zu werden, wie gelähmt.

Wenn es an Urvertrauen mangelt, wird es wichtig für uns, es zu entwickeln. Entwickeln bedeutet hier nicht, irgendeine neue Erfahrung des Ichs aufzubauen. Es bedeutet, die Faktoren zu erleben, welche die ursprünglich tiefe Abtrennung von der Wirklichkeit verursacht haben und insbesondere die fundamentale Wahrheit des Nichtgetrenntseins immer wieder zu erleben – bis zu dem Punkt, wo das Gewahrsein wieder in dieser Wahrheit ruht. Jede erneute Erfahrung der essentiellen Wahrheit vertieft das Urvertrauen.

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