Lebensberatung - Altmann Norbert

Von der Verliebtheit zur polaren Beziehung

Alle Liebesbeziehungen erscheinen in der ersten „Verliebtheit“ für eine Weile perfekt, aber diese scheinbare Vollkommenheit wird oft bald gestört, wenn Streit, Konflikte, Unzufriedenheit und emotionale oder sogar körperliche Gewalt immer häufiger passieren. Es scheint, dass die meisten Liebesbeziehungen sehr bald zu Hassliebe-Beziehungen werden. Auf Knopfdruck verwandelt sich die Liebe dann in heftige Angriffe, in Feindseligkeit oder in Liebesentzug. Das wird für normal gehalten. Für eine gewisse Zeit, ein paar Monate oder Jahre, schwingt diese Beziehung dann zwischen den beiden Polen von Liebe und Hass hin und her, sie bringt Vergnügen und Schmerz zu gleichen Teilen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Paare von diesen Zyklen abhängig werden. Ihr Drama gibt Ihnen das Gefühl der Lebendigkeit.

Wenn das Gleichgewicht zwischen den positiv-negativen Polaritäten verloren geht und die negativen, zerstörerischen Zyklen immer häufiger und immer heftiger werden, dann wird die Beziehung endgültig zusammenbrechen.

Es mag so aussehen als müßte man nur die negativen und zerstörerischen Zyklen ausrotten, und schon wäre alles gut, schon würde die Beziehung wundervoll aufblühen. Aber leider ist das nicht möglich. Die Polaritäten bedingen sich gegenseitig. Die eine ohne die andere kann man nicht haben. Das Positive enthält in sich das noch nicht manifeste Negative. Beide sind in Wirklichkeit verschiedene Aspekte derselben Funktionsstörung.

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